Salvia

CEO Markus Wild (links), CEO Christian Hartmann (Mitte), Kreativ Direktor Oliver Koszel (rechts)


Medizin meets Design - mehr als nur schön ?!

Warum kooperiert eine alteingesessene Entwicklungs- und Produktionsfirma für anspruchsvolle lebenserhaltende Systeme mit einer Kreativschmiede? Die Verleihung des international angesehenen Designerpreis des Industrieforums IF Award an die Firmen SALVIA medical und WILDDESIGN für ein einzigartiges Beatmungsgerät mit neuartiger bildgebender Lungendiagnostik (VIT) kann diese Frage nur zum Teil beantworten.

Anlässlich der "Nacht der Designer" letzte Woche war auch das Medical Design Team bei WILDDESIGN stolz, wieder einmal einen tollen Erfolg zu feiern.
Doch aus der Sicht eines Unternehmens der Medizintechnikbranche hatten wir deutlich fundamentalere Gründe für die Kooperation mit einem verlässlichen und zuverlässigen Designunternehmen als die Verleihung des begehrten IF Design Awards 2015 in der Münchener BMW Welt.

"Es gibt gute Gründe, sich mit kreativen und ergebnisorientierten Partner aus der Welt des Industriedesigns auszutauschen. Gerade bei lebenserhaltenden Systemen wie unserem Intensivbeatmungsgerät elisa 800 VIT muss Design, Qualität und Funktionalität eine Symbiose eingehen" erläutert der CEO Christian Hartmann am Rande der Preisverleihung. Um im harten Klinikalltag bestehen zu können, kommen nahezu allen Designelementen medizinische, funktionale oder hygienische Anforderungen zu. Aufgrund der Preisverleihung und der Rückmeldungen unserer Kunden können wir sagen "Mission erfüllt".

Dieser saloppen Feststellung lagen 30 Monate intensiver Austausch an der Schnittstelle Medizintechnik - Design zugrunde.


Welche Werte verkörpert ein Intensivbeatmungsgerät im Premium-Segment?

Gerade in Stresssituationen entscheiden selbsterklärende Bedienbarkeit, schlüssiger Softwareaufbau und klare Verortung der Komponenten über Behandlungserfolg und Fehlerhäufigkeit. Design ist also nicht ein Frage des Aussehens, sondern eine globale und multifunktionale Notwendigkeit an einem modernen Intensivarbeitsplatz. Nicht zuletzt durch den schnellen medizinischen Fortschritt und den häufigen Personalmangel in den Kliniken müssen im Zuge der Designentwicklung vielfältige Fragen gestellt und intelligente Antworten gefunden werden.

Während in der Medizin bislang überwiegend mit mechanischen Buttons und Reglern ausgestattete Geräte zum Einsatz kamen, forderten wir als Hersteller lebenserhaltender Geräte, dass ein moderner Intensivrespirator genauso smart wie ein zeitgemäßes Smartphone zu bedienen sein muss.

Mit diesem anspruchsvollen Ziel vor Augen, den Spagat zwischen der einfachen Bedienung anspruchsvoller Therapiestrategien und umfassenden Wachstumspfade für zukünftige Funktionserweiterungen zu schaffen, starteten das SALVIA Engineering Team mit seinem über 55-jährigen Firmen-Knowhow zusammen mit den kreativen Köpfen der Firma WILDDESIGN. Die daraus sich entwickelnden Symbiose aus Funktion und Design ist mehr als gelungen.

WILDDESIGN Inhaber Markus Wild führt hierzu aus: "Unser Team war schon extrem geschmeichelt, den begehrten IF Design Award für die ELISA 800 VIT zu erhalten. Es ist nicht leicht, eine solche Auszeichnung zu gewinnen, wenn man bedenkt, dass wir gegen 5000 andere Design-Teams aus 53 Ländern weltweit angetreten sind. Wichtiger noch, als diesen Design-Award zu gewinnen, ist es für uns aber, dass wir es gemeinsam mit den Entwicklern unseres Kunden SALVIA und unseres Partners Swisstom geschafft haben, die hohen Erwartungen der Nutzer zu erfüllen und einen neuen Standard in der Branche zu setzen."

 

Was macht die elisa 800 VIT eigentlich so nutzerfreundlich?

Exemplarisch für die komplexen Anforderungen steht beispielsweise die Reduzierung des Gewimmels von Schläuchen und Kabeln. In der Praxis erlaubt erst die Neuordnung der zuführenden Kabel und Schläuche zum Patienten die entsprechende Krankenbeobachtung und ermöglicht im Notfall, ohne Zeitverlust den richtigen Zugang zielsicher zu finden.

Auch die Neuorganisation der notwendigen Alarme und der zur Verfügung stehenden Informationen wurde daher notwendig. Die Anzahl und Art der optischen und akustischen Alarme, von denen einige bisher unnötig Hektik verbreiteten, konnte ebenfalls reduziert werden. Die relevanten Alarme und die Beurteilung der Messwerte, welche fortlaufend Aussagen über den Zustand des Patienten erlauben, können nun über den 18,5-Zoll großen Bildschirm jederzeit klar erkannt und eindeutig zugeordnet werden. Alles wird transparenter und unmittelbar steuerbar.

Das zentrale Abbild der Lunge, in Echtzeit angepasst, zeigt sofort einleuchtend, in welchem Zustand sich der Patient befindet und wo Interventionen durch die Anwender notwendig werden. SALVIA-Partner Swisstom hat hierzu die Technologie entwickelt und wurde genau dafür auch mit einem eigenen IF Design Award für die Gestaltung des User Interface ausgezeichnet. Also quasi: 2 (IF-Awards) auf einen Streich - Chapeau!

Der Bildschirm ist jedoch nicht nur ein ausgeklügeltes Anzeigegeräte, sondern stellt gleichzeitig die Schaltzentrale für alle lebenswichtigen Einstellungen dar.


elisa 800 VIT aus dem Blickwinkel des Designers

Vom Kick-off bis zur serienreifen Konstruktion und Produktion dauerte der gesamte Designprozess gerade 30 Monate. Was dieses Projekt so gut gemacht hat, war aber nicht (nur) die Genialität der Entwickler, sondern die regelmäßige Einbeziehung verschiedener Fachexperten und Anwender, die letztlich viele Verbesserungsanstöße gaben. Die neue elisa 800 ist weniger ein weiteres technisches Gerät geworden, sondern steht für die nächste Stufe der Intensivbeatmung. Für Projektleiter Oliver Koszel ist der elisa 800- Entwicklungsprozess ein gutes Beispiel für ein fein ausbalanciertes Verhältnis zwischen Ästhetik, Ergonomie und der technischen Umsetzung.

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