VIT - ventilator integrated tomography

Bei der Ventilator Integrated Tomography (VIT) wird die Mess- und Regelungstechnik eines High-End Intensivrespirators  mit der Elektrischen Impedanz Tomographie (EIT) vernetzt. Dadurch kann die Funktion der Lunge kontinuierlich bildgebend dargestellt werden. Die Messwerte des Intensivrespirators werden mit den Ergebnissen der elektrischen Impedanztomographie kombiniert. So ermöglicht es die VIT-Technologie, die vielfältigsten klinischen Fragestellungen zu bewerten und die Therapie entsprechend auszurichten.

Bei der Elektrischen Impedanz Tomographie (EIT) fließen schwache Wechselströme auf Wegen des geringsten Widerstandes durch den Körper und erzeugen dabei elektrische Spannungen an der Oberfläche. 32 hochauflösende Elektroden in einem textilen Gürtel messen diese Biosignale. Ein integrierter Lagesensor bestimmt die Position des Patienten. Die Elektroden sind so angeordnet, dass sie Signale nacheinander aus allen Richtungen empfangen können. Damit ändert sich auch der elektrische “Blickwinkel”, aus dem die lokalen Gewebswiderstände betrachtet und dann in bewegte Bilder umgerechnet werden.

Intensivrespiratoren sind pneumatisch angetriebene Beatmungsgeräte, die bei Atmungstherapien über einen längeren Zeitraum unter intensivmedizinischen Bedingungen eingesetzt werden.

Zur Ausstattung eines Intensivrespirators gehören verschiedene Alarm-, Mess- und Dokumentationsfunktionen. Eine Vielzahl von Steuerungs- und Beatmungsparametern können eingestellt werden und dadurch verschiedene Beatmungstechniken zur Atmungstherapie eingesetzt werden.

Intensivrespiratoren benötigen für den Antrieb Wandanschlüsse für Druckluft und Sauerstoff. Der hohe Druck in den Wandanschlüssen ermöglicht den Intensivrespiratoren, schnell einen hohen Luftdruck zu erzeugen und somit für eine genügende Sauerstoffversorgung des Patienten bei der Einatmung zu sorgen.

Neben Intensivrespiratoren gibt es noch weitere Beatmungsgeräte-Typen wie Notfallrespiratoren oder Heimbeatmungsgeräte.

Durch die Kombination von Messwerten des Intensivventilators mit den Ergebnissen
der elektrischen Impedanztomographie wird bzw. werden:

  • innerklinische Intensivtransporte seltener
  • Beatmungseinstellungen objektivierbar und unter Sicht angepasst
  • beatmungsassoziierte Komplikationen erkannt und reduziert
  • Effekte der therapeutischen Bauchlagerung unter Lungenmonitoring steuerbar und die Ventilation dadurch optimiert
  • atemzyklusabhängige Lungenkollapse aufgedeckt und vermieden
  • die regionale Compliance analysierbar
  • Überdehnungen erkannt und durch Veränderung der Beatmungseinstellungen gegensteuerbar
  • Best-PEEP in Echtzeit einstellbar

Einsatzsgebiet der VIT:

  • Intensivbereiche